Reportage {Wie der National Trust zu seinem Logo kam -vielleicht-}

Haus & Garten Fotografie England 01bIst dies das Eichenblatt, das die Inspiration für das National Trust Logo lieferte? Man weiß es wohl nicht ganz genau, aber in Alfriston erzählt man die Geschichte gerne. Alfriston Clergy House, unweit von Brighton im Süden Englands gelegen (und einen Katzensprung vom Flughafen in London Gatwick entfernt), ist das erste Haus, das durch den National Trust gerettet und für spätere Generationen aufbewahrt wurde. Bevor Häuser in den Bestand mit aufgenommen wurden, war das Ziel von Gründungsmitglied Beatrix Potter und dem jungen National Trust die Bewahrung von Landschaften in ihrer ursprünglichen Schönheit. Zu den ersten Landstrichen im Lake District gesellten sich bald weite Küstenlandschaften, uralte Wälder und schützenswerte Sumpfgebiete.

In Alfriston lebte eine schrullige alte Dame, die bis zuletzt für ihr windschiefes Häuschen kämpfte. Zu einer Zeit in der Erneuerung, technischer Fortschritt und die moderne Zukunft das Wichtigste schien, hatte man für alte, verfallene Tudor-Häuser wenig übrig. Nach dem Tod der alten Dame stand das Haus kurz vor dem Abriss, als der neue Pfarrer der daneben gelegenen Kirche seinen Wert auch für die Zukunft begriff. Gemeinsam gelang es, das Haus zu erwerben und zu restaurieren. Bereits in den ersten Jahren kamen Schulklassen nach Alfriston in das Clergy House um über das Leben in vergangenen Zeiten zu lernen. Wer genau hinsieht, findet das entsprechende Graffiti. Die Jugend von damals! Ztztzt… Heute ziert das Haus eine kleine Ausstellung und ein entzückender Gemüsegarten. Neben dem Clergy House ist auch Alfriston selbst ein Erlebnis. Die High Street besteht in voller Länge aus uralten kleinen Häuschen und ist gut bestückt mit Lädchen, Cafés und Pubs, aber keines ist schöner als die alte “Post”. Tür und Schaufenster sind rot gestrichen und ein patriotisches Wimpelkettchen in blau-weiß-rot schmückt den Eingang. Drinnen ist ein Tante Emma Laden aus Omas Jugendzeit, eine Post! und ein Bankschalter, eine Delikatessentheke, eine Geschenkeabteilung und oben auf einer Galerie mit gusseisernem Geländer gibt es Schreibwaren. Das Ganze findet auf etwa 12,5 m² statt, natürlich! Etwas Zeit für einen Einkehrschwung im gegenübergelegenen Tea Shop sollte man sich auf jeden Fall einplanen. Besser ein Scone zu viel als eins zu wenig!

Haus & Garten Fotografie England 02Wenn man genau hinsieht, entdeckt man das Eichenblatt links oben in den Holzbalken der “Great Hall” gearbeitet und von der Lampe angestrahlt.

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